Autor: |Veröffentlicht am 11. Mai 2017|Aktualisiert am 09. September 2019

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

im Namen aller Mitglieder des Arbeitskreises BPH der Akademie der Deutschen Urologen darf ich Sie zum diesjährigen 16. Seminar sehr herzlich nach Hamburg einladen.

Nach Jahren relativer „Unruhe“ mit Vorstellung ständig neuer Verfahren für die Therapie des BPS und der ebenso ständigen Wiederholung der Erkenntnis, dass sich bezüglich des Gold-Standards keine Änderungen ergäben, kam es in der jüngeren Vergangenheit zu einer „Beruhigung“ mit Etablierung einiger weniger sogenannter minimal-invasiver Verfahren, z.B. der HoLEP und der Green-light-Laservaporisation. Wer jedoch dachte, damit den Endpunkt einer Entwicklung zu beobachten, wurde schnell eines Besseren belehrt. Wieder neue Lasersysteme innerhalb und außerhalb der neu-etablierten Verfahren sowie wichtige Modifikationen des immer noch goldenen Standards befinden sich untereinander im Wettstreit um die Gunst des Patienten und seines Urologen. Dabei besteht gelegentlich der Eindruck, daß das Marketing der Evidenz weit voraus geeilt ist. Aus diesem Grunde halten wir eine Bestandsaufnahme für erforderlich, auch in Hinblick auf die jüngst publizierten aktualisierten Leitlinien zur Therapie des BPS. Welche Verfahren müssen/sollten/dürfen/können wir dauerhaft in unser Armamentarium einordnen, und welche in welchen Sektor der urologischen Versorgung?
Simultan gaben verschiedene Studien Hinweise auf die mögliche Erweiterung des Spektrums der medikamentösen Therapie des BPS, sodaß sich auch diesbezüglich die Bestandsaufnahme lohnt. Was ist durch Evidenz belegt, welche Wirkstoffe eignen sich für welche Patienten, welche Mono- und Kombinationstherapien sind nützlich bzw. notwendig?

Wir möchten Ihnen die Neuerungen in der medikamentösen und instrumentellen Therapie aufzeigen, sie zudem gleichzeitig im Kontext der bewährten und etablierten Therapien darstellen. Da die politischen Eingriffe in das Gesundheitssystem zunehmend dafür gesorgt haben, dass Wissenschaft und Evidenz nur noch einen Aspekt unseres beruflichen Denkens bestimmen, sollen auch die gesundheits- und berufspolitischen Realitäten betrachtet werden. Das Programm soll auch diesen Themen in der Diskussion ausreichenden Raum geben.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und die angeregte interaktive Diskussion.

Prof. Dr. med. Klaus Höfner
Vorsitzender des AK BPH

Prof. Dr. med. R. Muschter
Gastgeber