Autor: |Veröffentlicht am 12. Mai 2017|Aktualisiert am 09. September 2019

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

das Management von Patienten mit einem Benignen Prostatasyndrom (BPS) unterliegt einem ständigen Wandel. Dieser Wandel bezieht sich auch auf die zum Großteil von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen, so nähern sich zunehmend der ambulante und der stationäre Sektor. Ein starker Trend liegt auch in der Bildung von Zentren oder in der Fokussierung auf bestimmte Aufgaben. Aus diesem Grund beschäftigt sich der erste, berufspolitische Part des Seminars mit neuen Kooperationsmodellen am Beispiel des BPS sowie der gegenwärtigen Rolle von Prostatazentren.

Leitlinien stellen heute einen unverzichtbaren Teil in der täglichen Praxis dar und bieten einen Leitfaden für eine rationelle Abklärung und Therapie des BPS. Der konstante Wissensfluss erfordert eine regelmäßige Überarbeitung. Im Juli 2006 wurden die BPS-Leitlinien vom AK BPH aufdatiert. Diese werden aktualisiert und im Rahmen des Seminars erstmals vorgestellt.

Die invasive Therapie wird zunehmend differenzierter. Neben der klassischen TURP können heute die „Dry-Cut-" und „bipolare" TURP, eine Reihe von neuen Lasertechniken (vor allem der KTP-Green- Light-Laser), die TUNA und die Mikrowelle angeboten werden. Ein Neuauflage ist deshalb angezeigt. Der gegenwärtige Stand der Verhandlungen zur Erstattung Alternativer Therapien wird ebenfalls beleuchtet.

Der Prävention von Prostataerkrankungen kommt zunehmend Bedeutung zu, da heute neben bekannten Modifikationen der Ernährung Präparate zur Verfügung stehen, die sowohl BPS-Komplikationen als auch das Risiko für ein Prostatakarzinom effizient reduzieren können.

Wir möchten Sie alle herzlich nach Augsburg einladen und freuen uns auf Ihr Kommen.

Prof. Dr. med. K. Höfner
Vorsitzender des AK BPH

Univ. Doz. Dr. S. Madersbacher
Gastgeber