Autor: |Veröffentlicht am 27. September 2016|Aktualisiert am 08. Januar 2019

Gründe für die Themenwahl:

Unter Berücksichtigung der Anzahl der Betroffenen und der Kosten für Diagnostik und Therapie ist das benigne Prostatasyndrom (BPS) als eine Volkskrankheit anzusehen. Bei der Therapie des BPS wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt. Unterschieden werden grundsätzlich eine Reihe konservativer und operativ-instrumenteller Behandlungsmethoden. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel der Leitlinie ist es, unter Berücksichtigung der evidenzbasierten Medizin und Expertenerfahrungen für das jeweilige Krankheitsstadium des BPS nach Ausschluss anderer Erkrankungen aus der großen Palette therapeutischer Behandlungsmöglichkeiten das optimale Therapieverfahren auswählen und bewerten zu können, wobei insbesondere auf die Erhaltung bzw. Verbesserung der Lebensqualität, die Prävention von (Langzeit-) Komplikationen und eine Kosteneffektivität geachtet wird. Durch die abzuleitenden Empfehlungen und die Leitlinienrealisierung soll die Versorgungsqualität von Patienten mit BPS optimiert und die Behandlungseffizienz verbessert werden. Somit ist die Leitlinie zur Therapie des Benignen Prostatasyndroms (BPS) ein evidenzbasiertes Instrument, um die Therapie des BPS grundlegend neu zu bewerten und zu verbessern. Männer mit Prostata-bedingten Miktionsbeschwerden und Ärzte, die diese Patienten behandeln, sollen durch die Leitlinie bei der Entscheidung über Therapiemaßnahmen informiert und unterstützt werden. Die Leitlinie soll dazu beitragen, eine angemessene, wissenschaftlich begründete und aktuelle Therapie anzubieten. Die Leitlinie soll neben dem Beitrag für eine angemessene Gesundheitsversorgung auch die Basis für eine individuell zugeschnittene, qualitativ hochwertige Therapie bieten. Mittel- und langfristig sollen so die Morbidität gesenkt und die Lebensqualität verbessert werden.